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Gleich nach dem Los war mir klar: Zypern, da willst du hin. 2011 war ich noch nicht dabei als es gegen AEK Larnaca ging, außerdem hat die Insel doch sonst viel zu bieten: Ein interessantes Stadion, eine binationale Hauptstadt, gutes Wetter und schöne Strände. Als optimale Lösungen ergab sich schließlich der Flug ab Amsterdam und ein Aufenthalt in Nikosia von Dienstag bis Freitag.


Demnach ging es in der Nacht von Montag auf Dienstag für 1x Blaue Knappen mit 3 anderen Mitfahrern los. 4 Stunden Flugzeit später konnte das Gefühl kaum Geiler sein: Aus dem Flughafen kommen und entgegen dem aktuell so tristen Deutschland von der Hitze erschlagen werden – 35°C. Wir haben uns einen Mietwagen gemietet, um vom Flughafen in Larnaca nach Nikosia zu kommen und im Allgemeinen mobil zu sein – eine sehr gute Entscheidung, wie sich zeigen sollte. Auch unser Apartment in Nikosia erwies sich als gute Entscheidung für 14€ pro Kopf und Nacht. Nach Bezug unserer Wohnung machten wir uns erst einmal auf und erkundeten die Stadt sowie den historischen Altstadtkern Nikosias. Besonders zu gefallen wusste der türkische Teil, war dieser doch weitaus belebter als man es aus dem griechischen Teil mit vielen leeren Geschäften kannte. In besagtem Stadtteil nahmen wir auch unser Mittagessen samt kaltem Efes ein und quatschten ein wenig mit den Bazaarverkäufern. Nachdem die Stadt fürs erste erkundet war, machten wir uns zurück zur Wohnung und anschließend ins anliegende Steak-/Grillhaus, in dem ein feiner Grillteller für 11 Piepen uns zusagte. Dazu wieder Bierchen, diesmal dann etwas griechisches. Im Anschluss suchten wir uns das „TGI Fridays“, einen dem Hard Rock Cafe ähnelnden, amerikanischen Schuppen zum CL gucken und trinken aus. Die Cocktail 2 für 1 waren sehr lecker im Mund, eine gute Adresse. Somit war der Dienstag auch schon rum und wir waren heiß auf den Mittwoch, denn dann hieß es: Traumstrand Nissi Beach in Agia Napa erkunden.
Und dann hieß es auch schon: Frühstück rein und ab dafür. 80km Linksverkehr, die sich lohnen sollten. Weißer Sand, wie immer strahlender Sonnenschein und klar blaues Wasser, wie ich es noch nicht erlebt habe. Allein dieser Ausflug machte die Reise zu etwas ganz Besonderem und zu einem der Highlights meiner Auswärtsspiele mit dem S04. Bei kaltem Dosenbier für einen lauen Taler konnten wir den Tag noch einige Zeit genießen – bis einem meiner Mitfahrer die Insulinpumpe kaputt ging und wir das nächstbeste Krankenhaus aufsuchen konnten, was in Zypern nicht weniger abenteuerlich ist, als man es sich vorstellt. Im „General Old Hospital Larnaca“ angekommen, klärte sich dann recht schnell, dass wir doch eine Apotheke aufsuchen mussten. So weit so gut, allerdings musste diese Apotheke erstens besagtes Medikament vorrätig haben und zweitens geöffnet haben. Da der Mittwochnachmittag auf Zypern aber kein Werktag ist, umso schwieriger. Letztlich klärte sich doch alles und es ging nach Hause. Später suchten wir erneut das „Fridays“ auf, welches am Vortag einen netten Eindruck hinterlassen hatte und nahmen neben der bekannten Auswahl an Cocktails auch sehr Geiles Essen ein, dazu CL im Fernsehen. Auf jeden Fall eine Empfehlung von mir.
Am nächsten Morgen wachten wir alle mit dem gleichen Gedanken auf: Spieltach. Geplant war die Fahrt nach Larnaca, wo wir zunächst Freunde trafen, die anders anreisten und nur am Donnerstag das zyprische Wetter genießen konnten. Gemeinsam wurde dann gegessen, das ein oder andere Bierchen vernichtet und wir genossen den Blick auf die schöne Strandpromenade Larnacas und den dazugehörigen Strand. Um 17 Uhr traf man sich mit dem Rest der Nordkurve, bevor es dann mit den von Schalke gestellten Bussen gen GSP-Stadion ging – eine sehr feine Aktion des Vereins wie ich finde. Ich würde mir wünschen, dass beim Spiel in Tripoli auch die 160km von Athen mit so einem Service überbrückt würden. Die Fahrt sollte allerdings nicht ohne Vorkommnisse bleiben. Als wir ankamen, sprang aus der letzten Reihe ein alter, besoffener Sack auf und stand hinter einigen Freunden von mir im Gang. Doch dann das Unfassbare: Der Besoffene macht seine Hose auf und pinkelt vor sich in den Bus. In meinen Augen sollte jemand, der sich so (anderen Schalkern gegenüber) verhält, keine Karte für Spiele dieses Vereins mehr bekommen. Ich bin heute noch fassungslos…. Diesen Vorfall im Kopf ging es nun jedoch ins Stadion. Lasche Einlasskontrollen und ein nettes kleines Stadion. Schade, dass nur knapp 450-500 Schalker den Weg ins Stadion gefunden haben – von den 580 Bestellern haben nur 430 die Karte angenommen und einige wenige waren sicherlich über den Fanclub ausgestattet. Leider ein recht schwaches Bild. Der kleine Haufen, der im Stadion war, hatte allerdings umso mehr Spaß an der Kulisse und den Bedingungen unserer diesjährigen Euro League-Auftakts, sodass sich die Stimmung sehen lassen konnte. Im Apoel Block konnten nur die ersten 10 Minuten überzeugen, auch die Choreo kann man so stehen lassen. Den Temperaturen zur Folge war nach dem 1-0 der gesamte Gästeblock oberkörperfrei. Leider nahmen einige diesen Aufruf der Vorsänger wieder zu ernst, sodass die gefühlt älteste Frau im Block auf mal im BH da stand. Naja. Das Spiel wurde bekanntermaßen ordentlich runter gespielt und wir konnten mit einem 3-0 Sieg in das Turnier starten. Nach dem Spiel und der obligatorischen Blocksperre konnte dann noch ein spottbilliges McDonalds Menü verzehrt werden, bevor es zurück Richtung Apartment ging.
Nach dem erfolgreichen Donnerstag stand einem erfolgreichen Abschluss der Tour also nichts mehr im Wege. Wir entschieden uns, noch einmal nach Agia Napa zu fahren und Sonne zu tanken. So verbrachten wir den letzten Tag gemütlich am Strand, ehe es um ca. 17 Uhr gen Autovermietung und anschließend zum Flughafen ging. Zu guter Letzt hatte unser Flug dann noch 1 Stunde Verspätung sowie wir zunächst einen Passagier zu viel an Board. Erst nachdem ein Flugbeamter mit Passagierliste und Boardkarten sowie Personalausweiß das Flugzeug kontrolliert hatte, konnte der blinde Passagier ausfindig gemacht werden. 4 ereignislose Stunden später landeten wir in Amsterdam, suchten wie jedes Jahr unseren Treffpunkt mit dem Abholdienst und fuhren anschließend wieder ins beschauliche Gebiet Ems-Vechte. Im Bett war ich um 5:30 Uhr, am nächsten Morgen stand um 8:30 Uhr die Uni auf dem Programm – was wäre das Leben ohne diesen Einsatz für den Verein. Am morgigen Sonntag geht es für mich dann auch schon wieder um 6 Uhr los gen Stuttgart.
Alles in allem war die Nikosia-Reise ein unvergessliches Abenteuer. Neues Stadion, neuer Länderpunkt, beste Stimmung, Geiles Wetter und ein Sieg für S04 – was sollte es besseres geben? Ich bin froh, diese Tour gemacht zu haben und habe einen Gedanken an alle, die nicht gefahren sind: Ihr habt etwas verpasst!
Bis dahin, Glück Auf!