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Last-Minute-Tickets

Sommerpause!

 

Die Auslosung brachte uns in diesem Jahr neben dem eher weniger interessanten Reiseziel Krasnodar auch wieder zwei angenehme Touren. Schnell wurden Reisegruppen gebildet und Reisewege besprochen, sodass sich insgesamt 9x Blaue Knappen auf den Weg an die Cote d'Azur, der Südküste Frankreichs, in die schöne Stadt Nizza machten.

Im Verlauf der Tour sollte Oorti noch das ein oder andere mal feststellen: "Boar Nizza ist echt ne schöne Stadt". 5 Männer traten die Reise per Bus ab GE an, während wir uns entschieden, zu viert einen Flug ab Amsterdam zu buchen.

Demnnach ging es am Dienstag los in die niederländische Hauptstadt, um in der folgenden Nacht den Flieger zu nehmen. Um 20.00 war Abfahrt in Spelle/ Salzbergen. Die Fahrt verlief bis Amsterdam bei guter Musik & Stimmung ereignislos, bis der erste Schock auf uns wartete: Der wie bei jedem Flug ab Schiphol von uns gebuchte Parkservice "Blue Parking" war nicht mehr anzutreffen, wo wir es gewohnt waren. Nach einigen Extra-Metern konnte die schlecht beleuchtete und wenig ausgeschilderte Parkhalle doch gefunden werden und wir kamen zum Flughafen.


Schnell die Koffer im Schließfach 04 eingeschlossen und per Zug ab in die City, die wir um 0.30 Uhr erreichten. Da fast alle Bars in letzter Runde waren, musste ein Pils erstmal gesucht werden. Als scheinbar einzige Sauf Möglichkeit wurde folgender Schuppen gefunden: the minds.nl. Ein heftiger Schuppen samt Stiefel von der Decke, Trash Metal und aggressiver Cannabiskonzentration: Für jeden eine Reise wert. Nehmt euch die Zeit und schaut die Fotos auf der Internetseite an - den Laden haben wir überlebt.

Nach einem Pils sollte jedoch schnell nächste Bar gesucht werden. Der Weg führte ins Cafe de Paris, welches eher schickimicki daher kam und daher auch nicht ganz unser Schuppen war. So suchte Oorti "Disco Dolly" raus, eine Studentendisco in dunkler Seitengasse Amsterdams. Nachdem Nora erstmal einen Roller anrempelte und die Alarmanlage auslöste, entschieden wir uns doch zunächst für die benachbarte Studentenlokalität. Das "Cannibale" konnte soweit mit 1,5l Pitcher Bier überzeugen. Der Abschluss wurde dann bei Dolly gemacht bei armer Musik aber gutem Bierkurs. Gegen halb 04 ging es zurück zum Bahnhof. Ohne jegliche Chance, die leeren Mägen ansatzweise zu füllen, standen wir vor verschlossenen Bahnhofstüren. Unwissend, dass nur die abgelegenste Tür ca 400m links vom Haupteingang geöffnet war, blickten wir schon auf die nichtssagenden Businformationen am Busbahnhof, bevor uns doch noch geholfen wurde. Der Odyssee folgte noch eine minutenlange Gleissuche, bevor es zurück zum Flughafen ging.


Um 07.04 Uhr ging es in den Flieger, der hauptsächlich genutzt wurde knapp 2h Schlaf zu ergattern und um 8.40 Uhr kamen wir bereits in der südfranzösischen Küstenstadt an. Bereits im Vorfeld der Reise informierten wir uns über den Bus, der für 6€ zum Hbf fuhr, lief sehr gut und unkompliziert. Direkt aus dem Bus wurde das Hotel entdeckt, da dieses nur 300m entfernt lag. Eingecheckt, Zimmer für i.O. befunden und dank zielsicherer Planung direkt den Küstenort Beaulieau sur Mer angesteuert. Einziges Hindernis: Die unüberschaubaren, rein auf französisch gehaltenen und nur per Kreditkarte oder per Münzen zu fütternden Ticketautomaten. Folglich musste das Ticket im Servicecenter besorgt werden. Als Nummer 372 kamen wir nach nur 35 Minuten an den Schalter und bekamen unsere Tickets - für 04€ Hin und Zurück sehr fair. Trotz vollen Zuges verlief die Zugfahrt unproblematisch und wir konnten im Badeort zwischen zwei ca 800-1000m vom Bahnhof entfernten Sandstränden wählen - eine echte Rarität für die französische Südküste. So verbrachte unsere Reisegruppe den Tag mit angenehmen Erfrischungen und einigen Minuten Schlaf im Sand, um die Strapazen der durchzechten Nacht auszukurieren.

Zurück in Nizza sollte natürlich - wie üblich - bestens durchdacht der Abend verbracht werden. So ging es, den Stadtplan mit dem besten Pubs und Lokalitäten der Stadt geschmückt, ins Juke House Cafe nördlich der Altstadt, um für rund 10 Piepen gut zu picken und zu humanen Happy Hour-Kursen zu trinken. Weiter ging es in die Altstadt, wo mit Wayne's Bar und Masterhome zwei benachbarte Pubs um uns als Gäste buhlten. Masterhome entschied mit einem 3,5l Guinness Turm das Rennen für sich, welcher zwischen Lars und mir keine lange Lebensdauer haben sollte. Außerdem wusste das Trendgetränk "Monaco" weibliche Gemüter zu überzeugen. Entlang der Rue Jean Medecin ging es schließlich von Altstadt zum Hotel. Als Zwischenstop genügte Lars und Oorti die goldene Möwe, bei der es tatsächlich - entgegen Oortis fester Überzeugung - auch in Nizza die von Lars favorisierte Senfsauce gab. Statt der geplanten 20er Box Nuggets, bestellte Oorti eine Box allerlei, welches sich wohl als schlechte Wahl herausstellte. Naja, mit genügend Senfsauce soll's wohl lecker gewesen sein - auch im Mund.


Am nächsten Tag stand dann (leider) Fussball auf dem Programm. Um 9.30 schnell im benachbarten Cafe gefrühstückt und die Fränzösischkenntnisse aufgebessert. So sollte nun jeder von uns wissen, ob ein Unterschied zwischen "Cafe au lait" und "Coffee with milk" besteht. Dank Carina und ihrem kräftigen M O I N per WhatsApp gestärkt, konnte der Tag beginnen. Auf der Agenda stand Sightseeing (wenn man es in Nizza so nennen darf) der Altstadt und des Hafens sowie erkunden der weiteren Pubempfehlungen auf dem Programm.


Niedergeschlagen des Anblickes einer 120m Yacht (siehe Foto) widmeten wir uns - wie sollte es anders sein - dem Alkoholkonsum. Zu überzeugen wusste vor allem das "Ma Nolans", welches wir sowohl am Hafen als auch zur Happy Hour parallel zur Promenade/ nahe des Nordkurventreffpunkts aufsuchten. Zwischenzeitlich versorgten wir uns mit leckerem Nan Kebab mit frisch gebackenem Brot für 6€, Oorti mit Salamipizza für 7€ und Eis der besten Eisdiele Nizzas für 2,50€ die Kugel. Für diesen Preis gab es dann auch neben leckerem Schokoladeneis ausgefallene Sorten. In unserem Fall Mojito & Kaktus - geschmacklich auf jeden Fall eine Probe wert. Bei bestem Wetter und leckeren Drinks verging die zeit wie im Flug. Sportlich wurde es noch einmal für mich, nachdem meine bessere Hälfte mir vorwarf, ihr Handy in der Pizzeria vergessen zu haben und ich in Usain Bolt-Manier zum Sprint ansetzte. Die gut 800m geschafft, erhielt ich den Anruf mit den Worten: "Es war doch in der Tasche". Naja, wieder ein Pils rausgesportelt. Der Treffpunkt der Nordkurve um 17.30  erschien uns als deutlich zu früh, allerdings dauerte der Bustransfer für die Treffpunktler auch mal eben lockere 90 Minuten - gut, dass wir nicht drin saßen. Wir entschieden uns hingegen, erst um 19.40 den Bus an der Promenade aufzusuchen. Nachdem jedoch sowohl dieser als auch Taxis nicht zu sehen geschweige denn zu bekommen waren, musste eine schnelle Lösung her und so versuchten wir uns per Anhalter. Wer würde nicht vier fremde, komplett in Blau gekleidete Schalkers, die den ganzen Tag am Glas waren zum Stadion fahren? Gefunden wurde nach ca 15 Min ein VW Caddy ähnliches Gefährt. Leider hatte der Fahrer nur zwei Plätze vorne und seine mit Bauschutt, Schuhen, allem möglichen Krams wie einem Gartenstuhl und Müll beladenen Ladefläche. Doch die Gewissheit, anders nicht zum Stadion zu kommen, ließ uns einsteigen. Oorti nahm hinten auf dem Gartenstuhl platz, während ich zwischen dem Krams hausieren musste. Bei ordentlich Stimmung raste unser Chauffeur zum Stadion, ohne jegliche Verkehrsregeln zu beachten.

Am Stadion angekommen, kamen wir, lediglich mit den Worten "You're late" des Ordners begleitet, rasch ins Stadion und sahen ein gutes Spiel der Mannschaft mit dem goldenen Tor durch Linksverteidiger Baba. Nun musste lediglich die längste Blocksperre abgewartet werden, die ich bisher auf meinen internationalen Auftritten des S04 erlebt habe. 60 Minuten nach Abpfiff konnte der Bus Richtung Promenade betreten werden. Dort angekommen ging es direkt in den nächsten Pub, "Akathor". Für 6,50€ gab es Pints of Cider, Guinness & Monaco und der Abend wurde gemütlich beendet. Leider konnte lediglich der Hunger um 02.30Uhr nicht mehr gestillt werden - sehr schade, aber in der Nacht von Donnerstag auf Freitag sei den Franzosen auch etwas Schlaf gegönnt.


Am Freitag, unserem letzten Reisetag, wollten wir noch etwas Sehenswertes mitnehmen und machten uns per Linienbus für 1,50€ pro Person auf nach Monaco. Die Fahrt dauerte gut 50 Minuten und ermöglichte schöne Ausblicke auf das Meer und Häuser in mediterranem Stil. In Monaco angekommen, stiegen wir am Casino aus und verzocken ein paar Taler, ehe ein ausgiebiger Spaziergang folgte, der sich aber lohnen sollte. Ausblicke, wie sie im Buche stehen - unglaublich, was man mit diesem Verein erlebt. Natürlich durften neben Königspalast auch die üblichen Yachten sowie das Stadion des AS Monaco bestaunt werden. Vorgefunden wurde es unscheinbares, da inmitten von gut befahrenen Straßen gelegenes Stadion, welches anders war, als alles was ich bisher aus Fussballstadien kannte. Vielleicht geht die nächste Reise ja in dieses Stadion. Am Abend hieß es dann Abschied nehmen aus einer netten Stadt, die man mal gesehen haben sollte. Die Zeit verging wie im Flug und wir erreichten wieder niederländischen Boden. Nach der Abholung durch den Shuttle konnten dann die letzten 2 Stunden angegangen werden. Entsprechende Verpflegung durch den "in Holland weltberühmten" McKroket wurde natürlich auch noch gewährleistet, bevor wir gegen 04.00 Uhr ins Bett fallen konnten. 30 Stunden später sollte ja bereits die Reise in die Hauptstadt zum BuLi Alltag beginnen - verrückt. Ich hoffe, euch mit dem Bericht und den dazugehörigen Fotos einen Eindruck geben zu können und freue mich auf die nächste Tour.


Bis dahin,
Glück Auf

Jannik